Monrose on Tour – Rückblick auf eine tolle Zeit

Im März 2007 war es soweit. Die große Monrose-Tour wurde angekündigt und alle Fans jubelten. Durch insgesamt 20 Städte sollte sie gehen - Giessen, Leipzig, Berlin, Hannover, Hamburg, Bremerhaven, Köln, Ludwigshafen, Passau, München, Freiburg, Wien, Memmingen, Stuttgart, Bamberg, Kassel, Dortmund, Braunschweig, Trier und Bielefeld. Im April dann die Kehrtwende. Das Management, das endlich die feste Fangemeinde registrierte, änderte in kurzer Zeit die gesamte Planung. Mit Gilette Venus wurde ein guter Sponsor für die Tour gefunden, die somit fortan "Monrose Venus Temptation Tour 2007" genannt wurde. Die für April geplante Single "Do that dance" wurde kurzfristig abgesagt und stattdessen noch vor Tourbeginn ein ganz neuer Song eingesungen, dessen Veröffentlichung allerdings erst nach der Tour möglich war. Zudem wurde mit Lexington Bridge eine unter der jungen Zielgruppe namhafte Boyband als Vorband gefunden - wenn auch nicht für alle Konzerte, denn in Berlin wartete man vergebens auf die Jungs. Die Kehrtwende führte dazu, dass einige Konzerte abgesagt oder verschoben wurden. So wurde das Konzert in Berlin vom 26.04 (3. Konzert) auf den 03.06 verschoben und somit zum Abschlusskonzert. Die Konzerte in Leipzig (25.04), Wien (22.05) und Memmingen (23.05) wurde - vermutlich wegen zu wenig verkaufter Karten - abgesagt. Für das Konzert am 24.04 in Giessen, welches ebenfalls abgesagt wurde, wurde ein Auftritt beim Hessentag am 05.06 in Butzbach vereinbart, welcher aber nicht mehr offiziell zur Tour gehört. Insgesamt wurde die Tour somit auf 16 Konzerte gekürzt. Am 29.04 war es dann endlich soweit. In Hannover wurde die Tour eröffnet. Die Konzertbesucher waren hellauf begeistert von Monrose und der tollen Show, die die Mädels boten. Gespielt wurden, wie auch in den folgenden Konzerten, alle 12 Songs aus dem Album "Temptation", die Bonustracks "Butt Butt" und "Diamonds Pearls" und die Covers "Ain't Nobody" (Chaka Khan) und "History Repeating" (Shirley Bassey). Die Highlights bildeten die 3 Solos - Mandy mit dem energiegeladenen "Fighter" von Christina Aguilera, Bahar mit Micheal Bublés "Feeling Good", was ihr auf den Leib geschrieben zu sein scheint, und Senna mit einer Gänsehaut-Version von Sade's "King of Sorrow", welche sie ihrem verstorbenen Vater widmete. Als Zugabe gab es zum Schluss noch mal "Do that dance" und "No". Nur einen Tag später war dann Hamburg Ort des Geschehens. Allerdings sollte dieser Abend für die nur 1,58 m kleine Bahar nicht ganz so enden, wie erwartet. Die Halle kochte gerade so richtig nach dem Monrose "Ain't Nobody" performt hatten. Während die Bühne verdunkelt wurde, hiess es für Mandy, Bahar und Senna die Showtreppe herunterzugehen. Dabei blieb Bahar jedoch mit ihrem Absatz hängen und stürzte die restlichen Stufen der Treppen herunter. Von den Fans fast unbemerkt wurde Bahar sofort hinter die Bühne getragen und behandelt. Da als nächstes eigentlich "My love is right over me" vorgesehen war, hiess es nun für Mandy und Senna zu improvisieren, eine Fähigkeit die Senna ohne große Probleme beherrscht. So entschied sie schnell, dass ihr Solo "King of sorrow" einfach vorgezogen werden sollte. Während Senna mit ihrem Song das Publikum in den Bann zog, wurde Bahar hinter der Bühne behandelt, denn ein völliger Ausfall hätte sowohl für Monrose als auch für das Publikum zu einer sehr traurigen Situation geführt. Nach Sennas Solo improvisierten Mandy und Senna noch ein Gespräch, bis dann Bahar unter dem Jubel der Fans wieder nach vorne kam und die Show souverän zu Ende brachte. Tapfer ist die Freiburgerin und immer für die Fans da - das hat sie in Hamburg bewiesen. Bei der Untersuchung im Krankenhaus stellten sich die Verletzungen als Prellungen und eine angebrochene Rippe dar. Daher konnte Bahar schon am nächsten Abend in Bremerhaven wieder auf der Bühne stehen und die Fans mir ihrer Stimme und ihrer Ausstrahlung verwöhnen, allerdings in flachen Schuhen. Auch in Bremerhaven waren die Fans hellauf begeistert und feierten mit Monrose eine große Party. In den Medien wurde hingegen sehr unterschiedlich über Monrose geredet und geschrieben. So schloss sich eine Vielzahl von Print- und Internet-Medien der Bild-Zeitung an, die bereits über ein kommendes Ende von Monrose munkelte. Andere, wie z. B. das ZDF berichteten hingegen äußerst positiv über die ersten Konzerte. Von einem möglichen Aus der Band Monrose war hier jedoch keine Rede. Nach einer 3tägigen Pause, die für Monrose keinesfalls Erholungszeit bedeuteten, ging es am 05.05 im Kölner Palladium vor etwa 2.000 begeisterter Fans rund. Ein besonderes Highlight sollte hier der Fan-Auftritt bei "Love don't come easy" werden. So wurde ein kleines Mädchen auf die Bühne geholt, um mit Monrose gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Auf die Frage, ob sie denn den Text kennen würde und mitsingen wolle, reagierte das Mädchen zur Überraschung von Mandy, Bahar und Senna in dem es mit einer tollen Stimme einfach drauf los sang, so dass es Monrose ebenso wie dem Publikum für einen Moment die Sprache verschlug. Daher ließen die Mädels von Monrose das Kind auch bei "Love don't come easy" beim Refrain mitsingen. So hatten auch Mandy, Bahar und Senna ihr Highlight an diesem Tage. Für Mandy war zudem der Besuch ihrer Mutter, die ihr von der 2. Etage aus zusah, ein tolle zusätzliche Animation. Auf jeden Fall war schon in Köln festzustellen, dass die Mädels von onrose mit zunehmender Dauer der Tour immer besser und professioneller wurden. Gleiches ließe sich - nach Meinung einiger Fans - auch über die Stimmung sagen. Nach Köln gab es dann eine längere Tourpause, in der Monrose diverse andere Termine absolvierten, ehe Mandy, Bahar und Senna es am 16.05 in Ludwigshafen wieder so richtig krachen ließen. Vor den Augen vieler Freunde und Verwandter hatte Mandy mit ihren Mädels sichtlich Spaß auf der Bühne, auch wenn Sie wie schon bei den ersten Konzerten erst einige Songs brauchte, ehe sie so richtig warm war. Leider ging es Senna vor dem Konzert nicht so gut - sie hatte, so wurde berichtet, vor dem Konzert Kreislaufprobleme. Dennoch absolvierte sie dass Konzert wie gewohnt und ließ sich nichts anmerken. Anschließend ging es nach Bayern wo zunächst am 18.05 Passau und dann am 19.05 München Station waren. In München besuchten sowohl die Popstars-Kandidatin Kati, als auch diverse Kollegen von Tresor.TV und auch Popstars-Macher Holger Roost-Macias das Konzert. Für letzteren brachten Mandy, Bahar und Senna - so wurde berichtet - ein besonderes Ständchen. Sie stimmten einen Gospelsong an. Danach ging es in Bahars Heimatstadt Freiburg, wo 3.500 Zuschauer ihren Liebling Bahar und ihre Mädels frenetisch feierten. Wie berichtet wurde, strahlte Bahar an diesem Tag besonders hell - kein Wunder, waren doch ihre Familie und ihre Freunde anwesend. Nach einer 5-tägigen Pause, in der Monrose beim Finale der Pro7-Show "Germanys Next Top Model" die neue Single "Hot Summer" zum ersten mal präsentierten und nur einen Tag später beim Bayrischen Preis mit einer live gesungenen Swing-Version ihres Nr.1-Hits "Shame" auftrumpften, ging es dann Schlag auf Schlag. Innerhalb von nur 9 Tagen absolvierten Monrose nicht weniger als 8 Konzerte. Zunächst ging es im Süden weiter mit Stuttgart (26.05) und Memmelsdorf (27.05), wo das Konzert auf Grund einer Sport-Veranstaltung in der eigentlich geplanten Halle in Bamberg hin verlegt wurde. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Am 29.05 war dann Kassel an der Reihe. Mit zunehmender Dauer machte sich der Stress vor allem bei Senna bemerkbar. So musste sie - so wurde von Fans berichtet - schon am 30.05 in Dortmund vor der Show behandelt werden, konnte das Konzert jedoch unter dem frenetischen Jubel der Fans trotzdem normal absolvieren. Ohnehin schien dieses Konzert das jenige zu werden, bei dem Senna am meisten gefeiert und motiviert wurde. Kein Wunder also, dass sie der Erschöpfung trotzte und tapfer durchhielt. Zudem wurde ab dem Konzert in Dortmund das Programm geändert und als Zugabe wurde die neue Single "Hot Summer" gegeben, die zum Schluss noch mal für richtig Party sorgte. In Braunschweig half dann auch aller Wille nichts. Erneut musste Senna vor dem Konzert behandelt werden, bekam sogar eine Infusion. Das Konzert konnte sie bis auf wenige Songs nur sitzend absolvieren. Aber für ihre Fans brachte sie auch dieses Opfer. Mandy und Bahar machten dafür um so mehr Show. Nicht verwunderlich, dass die Fans mit Karten für die letzten vier Konzerte nun Angst hatten, dass diese ausfallen könnten. Doch wieder zeigte Senna großen Willen und konnte am nächsten Abend in Trier sogar schon wieder die komplette Show absolvieren. Um Rückfällen vorzubeugen trank sie jedoch nach jedem Song, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Den Fans machte dies nichts aus, waren sie doch froh, Senna wieder recht gesund auf der Bühne erleben zu dürfen. Das - nach Meinung der Mehrfach-Konzertbesucher - beste Konzert fand dann am vorletzten Tournee-Abend in Bielefeld statt. Erwähnenswert ist hier besonders eine Geste von Senna, die wieder topfit zu sein schien und sich absolut nicht schonte. So bat Senna nach etwa der Hälfte der Show die Fans, eine Hand in die Höhe zu strecken und zur Faust zu ballen. Dazu erklärte sie: "Was bedeutet diese Faust? Es ist das Erkennungszeichen der Monrose-Fans. Sie steht für Zusammenhalt. Monrose-Fans halten zusammen." Scheinbar haben Monrose unsere Aktion "Aktiv für Monrose" mitbekommen. In den Genuss, dem Tourabschluss beizuwohnen, kamen dann die Fans in Berlin. Wie bei allen anderen Konzerten auch, nahmen die Fans teilweise lange Wege in Kauf, um ihre Lieblinge zu sehen. Da es der Tourabschluss war, stand bereits vorher fest, dass es ein besonderes Konzert werden sollte. So ist es doch Tradition, dass die Crew beim letzten Konzert Streiche spielen darf. Die gab es auch in Berlin zur Genüge - sei es eine Ladung Plüschtiere, die von der Decke fielen, Mikrofonständer, in die Mandy, Bahar und Senna die Mikrofone einfach nicht stecken konnten, Stühle, die falschherum standen oder Scheinwerfer, die mitten in der Moderation abgeschaltet wurden. Es war auf jeden Fall ein großer Spaß. Die besten Streiche waren zugleich die Highlights der Show. Bei "Even Heaven Cries", wo Mandy und Bahar zunächst auf der Treppe hinter einem durchsichtigen Vorhang begannen, krabbelten plötzlich dicke, große, künstliche Spinnen den Vorhang herunter. Die Folge war ein Lachanfall bei Bahar, so dass sie kurzzeitig nicht singen konnte und ein ziemlicher Schreck bei Mandy, die Angst vor Spinnen hat. Ganz locker reagierte hingegen Senna, die einfach zur Deko lief und eine der Spinnen herunterriss. Noch mehr Spaß gab es bei "Love don't come easy". Zu diesem Song wurde ein kleiner Junge auf die Bühne gerufen. Nach einiger Zeit tauchte jedoch statt des kleinen Jungen ein Crew-Kollege bewaffnet mit 2 Leuchtstäben auf der Bühnen bei Mandy, Bahar und Senna auf. Diese reagierten ganz locker und fragte zunächst nach dem Alter, was der Mann, der die Mädels deutlich überragte, zur Belustigung des Publikums mit "13" beantwortete. Zusammen mit dem Mann von der Crew absolvierten Mandy, Bahar und Senna die Hälfte des Songs sitzend auf der Showbühne. Nachdem sie dann aufgestanden waren durfte dann auch der kleine Junge mit auf die Bühne und nahm zunächst zwischen Senna und Mandy Platz, während der Crew-Kollege zwischen Mandy und Bahar auf die Knie ging, um kleiner zu wirken. Als der Crew-Mann nach dem Platzwechsel direkt neben Senna stand fackelt diese nicht lange und nahm ihn einfach in den Schwitzkasten. In dieser Haltung zerrte sie den Mann unter dem Lachen der Zuschauer an die rechte Seite der Bühne, um ihn dort mit einem Tritt aufs Hinterteil von der Bühne zu befördern. Das Publikum amüsierte sich bestens bei dieser ungeplanten Aktionen. Den Abschluss bildete - nach umjubelter Rückkehr der Mädels auf die Bühne, bei der Mandy ihre Kolleginnen Bahar und Senna dadurch verwirrte, dass sie die Bühne von der falschen Seite her betrat - die kommende, neue Single Hot Summer, bei der die ganze Halle nochmals mitsang und bebte. Insgesamt sahen die Tour etwa 35.000 Fans, wobei einige auch zwei oder mehrere Konzerte besuchten. Auch wenn es auf der Tour wider Erwarten keine Liveband, sonder nur eine DJane gab, so wussten Mandy, Bahar und Senna dennoch wirklich zu überzeugen. Nicht wenige konzerterfahrene Leute bezeichneten das Konzert von Monrose als eines ihrer Highlights. Senna mit super-souliger Stimme und mega Entertainment-Fähigkeiten, Bahar mit Super-Ausstrahlung und toller souliger Stimme und Mandy, die besonders die jüngeren Fans fasziniert und mit ihrer Hammer-Stimme alle wegsingt, sorgten für jede Menge Stimmung und teilweise auch Gänsehaut. Wer dabei nicht auf seine Kosten kam und nur still herumstand, muss das Gemüt eines Eisblocks haben - an Monrose kann das jedenfalls nicht gelegen haben. Mit der Venus Temptation Tour 2007 haben es Monrose den Kritikern gezeigt und bewiesen, dass sie nicht nur eine billige Castingband sind, sondern große Talente, mit einer tollen Ausstrahlung, super Stimmen und enormem Willen. Vor allem Bahar und Senna haben auf der Tour einige Opfer für ihre Fans gebracht. Unter diesen Voraussetzungen sollten wir noch lange etwas von Mandy, Bahar und Senna haben. Wir danken Mandy, Bahar und Senna für 16 wundervolle Konzerte, die wir Fans so schnell nicht vergessen werden. Wir danken euch, dass Ihr für uns Fans immer da seit und wirklich alles gebt