Pannen, Tränen, Hörgenuss – Ein Traum wird wahr

Berichte vom Fanclubtreffen am 28.02.09 im Groß-Gerau



Es sollte "nur" ein Treffen von Monrose und Ihren Fans werden. Doch es wurde für alle Anwesenden ein ganz besonderer Tag, an den man sich noch sehr lange zurückerinnern wird. Ein Traum wurde wahr. Einige unserer Reporter berichten für dich exklusiv von diesem traumhaften Treffen.


Zunächst einmal ein wenig was aus dem Saal - vor dem Einlass:

Groß-Gerau, wir haben ein Problem!

(mvcube/Yes_Si)

Es ist viertel vor zwölf. Yes_Si und mvcube sitzen vor dem Seiteneingang der Jahnhalle in Groß-Gerau und warten darauf, eingelassen zu werden. Vor dem offiziellen Einlass haben sich schon hunderte von Fans in Position gebracht. Sie warten zum Teil schon seit morgens früh um sieben Uhr. Es ist ungewohnt. Yes_Si, die unbedingt einen Sitzplatz braucht, muss warten. FC-Leiter und Organisator Marcus hat uns am Telefon vertröstet, ein Einlass sei jetzt nicht möglich. Durch die Tür klingt Musik. Aber nicht der gewohnte Soundcheck, irgend etwas ist heute nicht so, wie wir es kennen... Ein Sicherheitsmann öffnet von innen die Tür. Auf Yes_Sis Behinderung angesprochen lässt er uns herein. Unsere Mäntel sind schnell an der Garderobe abgegeben, die Erkennungsbänder angelegt und die Teilnehmerliste abgehakt. Ein Tisch in der Mitte, dort wo der Sound am besten ist, ist bald belegt. Hier gibt es auch keine Schwierigkeiten, ein paar Plätze für die besten Freunde zu reservieren. Irgendetwas ist anders als sonst. Senna, Bahar und Mandy sind auf der Bühne, aber nicht allein, und es klingen auch nicht die gewohnten Bässe durch den noch leeren Saal. Die drei singen, begleitet von Christobal, bekannt aus der Popstars-Band Room 2012. Wollte der nicht eigentlich die Show nur moderieren? Marcus ist nervös, läuft herum, telefoniert. Und die Mädchen singen. Sie singen zu Christobals noch etwas zögerlichen Gitarrenakkorden. Das ist kein Soundcheck. Hier wird etwas Neues einstudiert! Wir sperren fasziniert Augen und Ohren auf. Senna ist in ihrem Element, verteilt Stimmen, Harmonien, Einsätze. "Nein, Christobal, etwas tiefer! Mandy, jetzt dein Verse!", "Nochmal, ab dem Refrain, das passt noch nicht ganz...". Zwischendurch stecken die drei die Köpfe zusammen, diskutieren, schnappen sich wieder ihre Mikrophone und probieren es mit etwas anders verteilten Parts noch einmal.



Zur Entspannung stimmt Senna zwischendurch Metallicas Nothing else matters an. Yes_Si applaudiert spontan. "Vielen Dank an meinen letzten verbliebenen Fan" tönt es verschmitzt von der Bühne. Mandy sitzt müde am Bühnenrand. Für mvcube eine willkommene Gelegenheit, ganz entspannt einige Worte mit ihr zu wechseln. "Ja, das machen wir viel lieber, da können wir richtige Sängerinnen sein." Der Satz bleibt hängen... Marcus Einsatz am Telefon zeigt erste Erfolge, der Soundtrack von Hot Summer dröhnt durch die Boxen. Was war passiert? Der Tonmann, der für die Sounds verantwortlich ist, war nicht erschienen. Dank Internet fanden schließlich doch noch einige Stücke ihren Weg nach Groß-Gerau. Die drei Sängerinnen sind Perfektionisten, sind noch nicht ganz zufrieden mit dem Stand, wollen noch ein wenig proben. Es ist schon nach ein Uhr. Die Fans, die immer noch nicht wissen, was los ist, wollen nicht länger warten. Marcus geht zu ihnen hinaus, versucht, die Situation zu erklären. Endlich ist Einlass...



Und so erlebte es unser Reporter vor der Tür:

Das lange Warten ...

(busyr)

Es ist 7:30 Uhr als ich in Groß-Gerau eintreffe. Schon von weitem, bevor ich die Halle überhaupt sehe, sind die Stimmen einiger Fans zu hören. Vor der Halle warten bereits etwa 30 tapfere Fans auf den Einlass. Dieser soll jedoch erst gegen 12 Uhr erfolgen. Also wird sich fröhlich unterhalten, warmgesungen und der Freude über das Wiedersehen Ausdruck verliehen. Als auch gegen 12:30 Uhr sich nichts Richtung Einlass rührt, werden die ersten Fans leicht unruhig - stehen diese doch immerhin seit nun mehr 5 Stunden und länger vor der Tür, so dass sich langsam Füße und Beine ebenso wie die Blase bemerkbar machen.



Als auch weitere 30 Minuten später sich nichts getan hat, statt dessen einige Helfer aus der Nebentür herauskommen und draußen Zigarette rauchen oder Pizza essen, wächst der Unmut unter der Fans deutlich. Wenige Minuten später machen einzelne Fans, teilweise auch aus hinteren Reihen, Ihren Unmut vor dem Eingang deutlich und beschweren sich lauthals. Erst als Fanclubleiter Marcus gegen 13:30 Uhr herauskommt und den Grund für die Verzögerung aufklärt (welcher nur Dank des Weitersagens eines Fans auch bei allen Wartenden vor der Halle ankommt), glätten sich die Wogen etwas. Etwa 15 Minuten später gehen endlich die Türen auf. Nachdem ich dem Security-Typen erklärt habe, dass ich die Getränkeflaschen noch vor der Halle leergetrunken habe und nun zwecks Pfandrückgabe gerne behalten und daher mit reinnehmen möchte, was dieser dann netterweise auch akzeptiert, darf auch ich endlich rein in die Halle ...



Nun zum eigentlich Fanclub-Treffen:

... hat endlich ein Ende

(mvcube/Yes_Si/busyr)

Zusammen mit anderen Fans, die wiederzusehen wir uns freuen, belegen wir etwa zehn Plätze an einem Tisch genau in der Mitte der Halle. Guter Klang ist uns heute wichtiger als beste Sicht ... Nachdem alle Fans drinnen sind und Plätze gefunden haben, beginnt das Fanclubtreffen. Zunächst heißt es, in einem Video die bisherigen drei Fanclubtreffen Revue passieren zu lassen, ehe die drei Mädchen, um die sich heute alles drehen soll, unter frenetischem Fangeschrei die Bühne betreten. Nach einer kurzen Begrüßung an die Fans stellen sich die Monrose-Mädels zunächst einer Fragerunde. Dabei entlocken die beiden Moderatoren Marcel Pramschüfer und Christobal Galvez-Moreno den dreien unter anderem, dass es gar keine richtige Clubtour gibt sondern nur einzelne Club-Auftritte, dass Bahar im April die Aufzeichnungen für ihre TV-Show - Staraoke - haben wird, die wohlmöglich auch auf Sat1 zu sehen sein wird und dass Mandy demnächst etwas im Modelbereich plant. Auf die Frage eines Fans, was sich die Mädchen wünschen würden, wenn Sie einen Wunsch frei hätte, zeigt sich Mandy besonders schlagfertig und wünschte sich einfach 10 weitere Wünsche. Nachdem alle Frage beantwortet sind die Bundesstiftung Kinderhospiz und dafür durchgeführte Aktionen Thema. So überreicht unsere liebe dragonfly hier ihr Buch mit den Seiten, die die Fans gestalten durften zusammen mit einer dicken Spende von 400 Euro. Großartig!



Danach ist erstmal Pause - aber nicht ohne dass Senna zunächst das Bufett für eröffnet erklärt. Für einen von uns soll diese Pause noch eine dicke Überraschung parat halten ...



Die Geschehnisse in der Pause:

Zehn Minuten wie im Traum

(busyr)

Es beginnt alles ganz ruhig. Gegen Ende der Pause treffe ich mich mit zwei anderen Fans aus dem Team des Senna-Fanclubs - Petra und Chantal - vor dem Bühneneingang. Hier warten wir auf Marcus, der uns die Möglichkeit einräumen will, einmal Senna für ein paar Minuten zu treffen, um mit ihr etwas für den Senna-Fanclub zu besprechen. Was wir noch nicht ahnen - Marcus hat sich entschlossen, uns einfach zu den Fans mit hinzuzunehmen, die ein Meet&Greet mit Bahar, Mandy und Senna gewonnen bzw. ersteigert haben! So kommen wir vollkommen überraschend in den Genuss eines Backstage-Treffens mit der kompletten Band. Im Gegensatz zu den anderen Fans bin ich als einziger männlich und als einziger krank. Das hindert Mandy jedoch nicht daran, mich dennoch zu umarmen - sie selber ist wohl ebenso noch nicht wieder gesund, wie sie mir erzählt. Als sich Bahar mir nähert, bin ich einmal mehr ihren tollen Augen, ihrem wahnsinnigen Lächeln, ihrer umwerfenden Ausstrahlung verfallen und wünsche mir, der Moment würde noch sehr, sehr lange dauern. Dann ist Senna an der Reihe, mit der wir uns natürlich besonders viel unterhalten und alles klären, was zu klären ist - und sogar deutlich mehr, als zu erwarten. Nach etwa zehn Minuten heißt es dann Abschied nehmen und wieder nach vorne zu gehen. Also werfe ich einige letzte Blicke zurück zu den Mädchen und begebe mich dann mit den anderen zusammen wieder in den Saal, wo ich schnellen Schrittes zu meinem Platz zurückgehe - mit einem großen Strahlen im Gesicht.



Nachdem dem kurzen gelebten Traum von einem unserer Reporter geht nun der gemeinsame Bericht weiter:

Kein Auftritt wieder jeder andere

(mvcube/Yes_Si/busyr)

Nachdem wieder alle Fans vereint im Saal sitzen, hebt sich der Vorhang wieder - und es beginnt das wohl überragendste Monrose-Konzert, das je unsere Ohren erfreut hat. Auf Grund der fehlenden Soundtracks haben Bahar, Mandy und Senna zusammen mit Moderator Christobal ganze fünf Balladen unpluggend eingeübt - nur die Stimmen der drei Mädchen und die Gitarre von Christobal. Eine unbeschreibliche Stimmung entsteht, während alle Fans absolut still sind und diesen drei wundervollen Stimmen lauschen, die uns Fans für einige Zeit mit einem wahren Klangerlebnis verzaubern. Es ist eine perfekte Harmonie, aus der heraus die Mädchen sich immer mehr steigern, immer wieder Adlibs einstreuen, vor allem bei "Love don't come easy" sich in einen wahren "Adlib-Fight" steigern. Die Stimmen von Bahar, Mandy und Senna in absoluter Reinheit und absolut pur - wen das nicht von er überragenden Qualität der Band überzeugt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.



Das Highlight nach "What you don't know", "Love don't come easy", "Shame" und "Your love is right over me" ist aber "Teach me how to jump". Zunächst hält Senna eine Rede für all jene geliebten Menschen, die leider nicht mehr unter uns weilen. Als sie dann auch noch in den Song eine Strophe auf Deutsch einfügt, in der Sie ihrem verstorben Vater und ihrer Oma gedenkt, ist für uns entgültig kein Halten mehr und fast alle lassen Ihren Tränen freien Lauf. Ein unglaublich berührende, faszinierende, emotionale Stimmung hat Ihren Höhepunkt erreicht. Man kann den Mädchen, für dass, was sie hier geleistet haben, nur absoluten Respekt zollen: Christobal, der nicht immer die richtigen Harmonien spielt, was ihm auf Grund der fehlenden Zeit und ohne Dokumente dazu auch nicht möglich ist, ist nicht die Melodie tragende Stütze, eher stimmungsvolle Begleitung. Um so mehr ist die Leistung der Mädchen zu schätzen, die alleine durch ihre Stimmen hier ein gewaltiges musikalische Feuerwerk zünden und die Fans in Ihren Bann ziehen. Und nicht nur die Fans sind danach der Meinung, das muss wiederholt werden: Auch Bahar will sich für mehr Unplugged einsetzen. Nach den magischen Minuten ist dann Party angesagt. Immerhin zu vier Songs konnten noch Soundtracks besorgt werden: "Hot Summer", "Say Yes", "Dangerous" und "Strictly Physical". Zum Abschluss gibt es dann nochmals "Hot Summer" und eine a-capella-Einlage von "Hit'n'Run". Dann ist erstmal einmal wieder Pause ...

Jeder schöne Tag geht einmal zu Ende

(mvcube/Yes_Si/busyr)

Nach der Pause sind dann die Fanbeiträge angesetzt. Neben Reden, Gedichten, einem tollem Rap und einer Tanzeinlage von 4 Fans, die unter der glatten Bühne etwas leidet, zieht vor allem die Fanstory zweier junger Mädchen (16 und acht Jahre alt) aus Österreich die anwesenden Fans in Ihren Bann. Einige Male ertönt ein herzhaftes Lachen, als die kleine Steffi Geschichten aus Ihrer Popstars-Guck-Zeit, vom Finale etc. erzählt. Auch die Mädels sind hin und weg von dem kleinen Mädchen. Wer kann das nicht verstehen?



Nach dem es dann nochmal eine ganz kurze Pause gibt, ist der letzte Akt des Tages gekommen: Die Fotorunde. Diesmal gibt es zur großen Freude aller anwesenden Fans für jeden Fan je ein Bild mit Bahar, Mandy und Senna (also insgesamt 3 Bilder). Nach und nach betritt jeder Fan die Bühne und genießt den kurzen Moment mit seinem Liebling. Einzig der Umstand, dass die Mädchen hinter einem Tisch sitzen und die Fans nur davor entlang gehen und stehen bzw. sitzen dürfen, trübt die Freude etwas. Doch schon nach etwa der Hälfte der Runde sitzen alle drei Mädchen vorne auf dem Tisch, so dass es für die Fans deutlich einfacher ist, schöne Fotos zu bekommen und die Mädchen sogar mal kurz zu umarmen. Nachdem wir alle auf der Bühne waren, geht das Treffen für uns langsam dem Ende entgegen. Zum Ausklang fahren wir noch ins Hotel, wo wir später auch einige der anderen Fans wiedertreffen und gemeinsam noch eine Weile zusammensitzen und uns unterhalten und Spaß haben. Doch irgendwann geht auch der schönste Abend einmal zu Ende.



Für Busyr ging er noch ein wenig weiter, wurde dieser doch mitten in der Nacht auf dem Mannheimer Hauptbahnhof noch von einem Fan angesprochen, der genau wie er mit dem nächtlichen Intercity-Zug Richtung München fahren musste. Tja - und dann ging es in die tiefe Nacht hinein - immer mit Erinnerungen an Erlebnisse, die eigentlich nur ein Traum gewesen sein können. Für Realität waren sie zu schön, um wahr zu sein. Oder wurden wirklich Träume wahr?