Monrose – Casting einmal anders

Sie sind das letzte Produkt der Castingshow “Popstars“ und dennoch anders als alle bisherigen Bands und Solisten, die aus Castingformaten hervorgingen. Die Girl-Band Monrose fasziniert junge wie alte Fans und ist auf dem besten Wege, sich einen festen Platz in der Musikszene zu erkämpfen. Wie könnte man die drei Mädchen Bahar, Mandy und Senna am ehestens beschreiben? Versuchen wir es doch mal mit den Buchstaben des Bandnamens: Magisch Oft unterschätzt Natürlich, wie die Mädchen von nebenan Realistisch Ohne Starallüren Stimmgewaltig Eine Einheit Man könnte die Liste sicher noch lange fortführen. Doch alleine diese Worte zeigen, dass die drei Bandmitglieder um Ihr Glück Bescheid wissen, auch wenn sie es immer noch nicht richtig glauben können. In nur gut sechs Monaten wurde aus der marokkanisch-algerisch-stämmigen Senna, der türkisch-stämmigen Bahar und Mandy, deren Vater aus Italien kommt, eine der erfolgreichsten Girl-Bands Deutschlands. Der Erfolg ist sogar so groß, dass das Label Starwatch, bei dem auch die Casting-Band “Nu Pagadi“ unter Vertrag stand, (scheinbar) seine Pläne änderte. Zunächst hatte man (laut Insider-Berichten) nur ein Album geplant und wollte sich nach der dritten Single aus diesem Album von der Band trennen – ähnlich wurde es auch mit den Vorgängerbands praktiziert. Versehentlich hat die Jury aber in der fünften Staffel von “Popstars“ eine richtig gute Band zusammengestellt. Während es für Starwatch einen fehlgeschlagenen Plan zur Folge hatte, war es für die Fans das schönste Versehen des Jahres. Jedes der Mädchen wusste mit ihrer hervorragenden Stimme musikalisch zu überzeugen. Doch ist dies heutzutage bei weitem nicht mehr ausreichend. Schaut man genau hin, offenbart sich die Einmaligkeit dieser Engel, als welche die Mädchen von “Popstars“ angepriesen wurden. So faszinieren Bahar, Mandy und Senna durch eine bemerkenswerte Natürlichkeit und einen Zusammenhalt, wie man ihn sonst nur in natürlich gewachsenen Bands findet. Dazu hat jedes der Mädchen für sich ganz besondere Qualitäten. Während die 18jährige Bahar ihre Fans mit ihrer zauberhaften Ausstrahlung und einer traumhaft schönen Stimme verführt und mit jeder Kamera nur so spielt, überzeugt die erst 17 Jahre junge Mandy durch eine grandiose Stimme, die man diesem zierlichen Wesen kaum zutraut. Senna, die mit 27 Jahren die große Schwester sein könnte, ist das wahrscheinlich am schwierigsten zu beschreibende Bandmitglied. Sie zieht ihre Zuhörer durch ihre unglaublich soulige Stimme in den Bann, die ihre Lebenserfahrung deutlich widerspiegelt und berührt ihre Zuhörer auch emotional. So geschehen auf der Venus Temptation Tour im Mai 2007, wo sie den Sade-Song “King of Sorrow“ auf eine Art zum Besten gab, die nicht wenigen Zuhörer Tränen in die Augen trieb. Senna ist zudem die Entertainerin der Band und führt professionell und wortgewandt durch die Show, wobei sie spontan auf jeden Einwurf reagiert. Für die Band ist sie aber auch deshalb sehr wichtig, da sie mit ihrer Erfahrung und ihrer außergewöhnlichen sozialen Denkweise die Band zusammen und die beiden jüngeren Bandmitglieder bei Laune hält. Das diese Mischung erfolgreich ist, wurde bereits mit der ersten Single “Shame“ und dem Debut-Album “Temptation“ bewiesen, die beide sofort den Spitzenplatz der Charts eroberten. “Shame“ wurden zudem die im Internet meist-heruntergeladene Single seit Einführung der Download-Charts. Als die zweite Single “Even heaven cries“ nur Rang sechs der Charts erreichen konnte, wurde bereits über das Ende der Band spekuliert. Das dem nicht so war zeigte sich, als zunächst “Herlitz“ als prominenter Sponsor gefunden werden konnte und kurze Zeit später die Deutschland-Tour verkündet wurde. Die Streichung von einigen Konzerten kurz vor Tour-Beginn fordert dann erneut die Journaille heraus, über das Ende der Band zu orakeln. Doch auch diesmal konnten die Mädchen die Presse wieder vom Gegenteil überzeugen. Auch wenn viele Konzerte nicht ausverkauft waren, so war die Tour für die erste Tournee einer neuen Band alles andere als erfolglos. Rund 40.000 Zuschauern in 17 Städten in ganz Deutschland erlebten dabei eine unvergessliche Show dreier engelsgleicher Mädchen, die fest auf dem Boden stehen. Mit der Gründung des offiziellen Fanclubs wurden die Fans dann endgültig zu einem festen Netzwerk und hatten erstmalig die Chance auf direkten Kontakt zu ihren Favoritinnen. Jedes der drei Mädchen hat nun einen Zugang zum Forum des Fanclubs und kann privat mit den Fans Nachrichten tauschen, an Diskussionen teilnehmen oder einfach nur chatten. Dass den Mädchen die Fans enorm wichtig sind, beweist ihre verhältnismäßig häufige Anwesenheit im Forum. Auch die vielen Fragen scheinen ihnen nichts auszumachen. Eine derartige Fannähe erlebt man sehr, sehr selten. Statt einer dritten Single aus dem Album wurde nun eine ganz neue dritte Single veröffentlicht. “Hot Summer“ ist eine richtig schnelle Nummer, bei der man nicht still sitzen kann und sich einfach bewegen muss. Die Single ist auf Platz 2 in den offiziellen deutschen Verkaufscharts eingeschlagen und konnte inzwischen sogar den “Platz an der Sonne“ erobern. Ebenso steht sie Österreich an der Spitze der Charts – hier sogar schon die 2. Woche. Auch die Radiohörer lieben den Song und haben ihn in zahlreichen Charts zum Top-Hit auserkoren. Zudem sind dank “Hot Summer“ auch andere Länder wie Polen, Schweden und Dänemark auf die Mädchen aufmerksam geworden. Ist das vielleicht der Start für eine internationale Karriere? Denkbar wäre es. Aus der von vielen belächelten und von der Presse zum “One-Hit-Wonder“ abgestempelten Casting-Band Monrose ist eines der erfolgreichsten Musikprojekte in Deutschland geworden. Sollten die drei “neuen Engel“ so fleißig weitermachen wie bisher und sich ihre Natürlichkeit bewahren, haben sie allemal das Zeug dazu, die No Angels als erfolgreichste Girlband Deutschlands zu überflügeln. Deren groß angekündigtes Comeback ist ja bekanntlich ziemlich nach hinten losgegangen und statt guter Charts-Platzierungen gab es eher Schlagzeilen in der Boulevard-Presse. Die gab es zwar auch häufig über Monrose, doch scheinbar wurden die Mädchen durch jeden schlechten Artikel nur noch stärker und fester verbunden. Eins steht daher schon mal fest: Diese Mädchen lassen sich durch die Presse nicht einschüchtern oder Tod-Schreiben. Auch etwas, was nicht jeder Musiker von sich behaupten kann. Angeführt werden die Mädchen von “Mutter“ Joy Hayat Berhanu, die als Managerin immer an der Seite ihrer drei “Engel“ ist und über sie wacht, wie eine Mutter über ihre Kinder. So fügt sich Puzzle-Teil an Puzzle-Teil und heraus kommt etwas ganz besonderes, unverkennbares, was es auf dem deutschen Musikmarkt so noch nicht gab und so schnell auch nicht wieder geben wird: Drei Mädchen, die ihre Chance genutzt haben und sich nun gemeinsam durch Dick und Dünn tanzen und singen.