Die 10 Gebote – Ein Fan-Bericht

Gestern war es nun soweit: Dieter Falks Pop-Oratorium "Die 10 Gebote" hatte Premiere! Unser Community-Mitglied Dragonfly war dabei - und berichtet exklusiv für MonroseNET, was sie dort erlebte. Als Zugabe hat sie uns sogar ein paar Impressionen als Video mitgebracht. Die "10 Gebote" gingen direkt in die Ohren! Ein 2500-Personen-Chor machte die Uraufführung des Pop-Oratoriums gestern Abend in Dortmund zu einem lautstarken Erlebnis. Und ich war live dabei!

Zehntausend Menschen haben sich am Sonntagnachmittag in der Westphalen halle versammelt, um dem neuen Werk von Dieter Falk und Michael Kunze zu lauschen. Der Einlass begann um 17 Uhr und man kam sehr zügig in die Halle. Wir hatten beste Plätze vorn mittig mit einem guten Rund-um-Blick. Während sich die Halle füllte, machte der 2500 Personen große Chor-Stimmung. Sie grölten, klatschten und starteten Laola-Wellen. Die Stimmung war geladen, von knisternder Erwartung. Bahars Familie nahm zwei Reihen vor mir Platz, Bahars Freund Sofian war mit von der Partie.

Um 18:05 Uhr ging es dann los. Als erstes trat die restlichen Mitglieder des Chors auf die Bühne. Ganz in weiß gekleidet stellten sich die Sänger und Sängerinnen hinter der Bühne auf. Danach trat das Orchester in den Saal. Ganz in schwarz gekleidet nahmen die Leute auf ihren Stühlen Platz. Der Chor klatschte Beifall. Der Dirigent trat an sein Pult. Das Orchester stimmte sich ein. Ich rutschte schon vor gebannter Spannung auf dem Stuhl hin und her.

Nach einer kurzen Rede und einer Aufforderung, für die Opfer in Haiti zu spenden, ging es endlich los. Dieter Falks Sohn Paul und Yosefin "Yoyo" Buohler (Anm. d. Red.: bekannt aus "Das Supertalent" aus dem Jahr 2008 auf RTL) begannen die Geschichte singend zu erzählen. Paul Falk ist ein sehr kecker Junge. Er hat das hervorragend spannend rüber gebracht. Yoyo hat eine hinreißende Stimme.

Man kann das Gesehene nicht wirklich in Worte fassen. Es war so überwältigend. Bahar als Zipporah hat das Publikum verzaubert. Ich hatte Gänsehaut! Es begann mit dem Wasserloch. Zipporah wollte ihre Schafe trinken lassen und der Pöbel griff sie an. Moses kam vorbei und half ihr. Sehr fetzig die Musik und Kampf auf der Bühne. Toll! Zippora stellte Moses ihrem Vater vor und sie wurden vermählt. Michael Eisenburger als Moses ist ein gutaussehender Mann mit toller Stimme und klasse Ausstrahlung.

Dann kam der Dornbusch. Bonita Jeanetta Niessen, eine sehr gute Sängerin mit starker Stimme (Anm. der Red.: bekannt aus Stefan Raabs Casting "SSDSGPS" aus dem Jahr 2005), spielte neben Ensemble einen Engel. Sie stand in einem weißen Kleid hoch oben auf einem Podest. Wenn sie die Arme vom Körper hob, entfalteten sich die Flügel in vorm von Stoffstreifen. Sehr schön anzuschauen. Mein erster Gänsehautmoment. Die Stimme Gottes, gesprochen von Otto Sander, kam über die Lautsprecher mit donnerndem Grollen.

Dann der Aufbruch: Zipporah und Moses im Duett. Wunderschön! Die ersten Tränen standen mir in den Augen. Frank Logemann (Anm. d. Red.: bekannt aus "Unter uns", "Die Wache", "Jede Menge Leben", "Lindenstraße") kam als Aaron im Anzug und Schal auf die Bühne. Er war so die Vermittlerfigur.

Dann wurde es lustig, fetzig, denn Pharao - dargestellt von Stefan Polslovski - kam im Leopardengewand und lila Shirt mit der Aufschrift “It’s hard to be a God“ auf die Bühne und sang rockig lautstark. Das Publikum liebte ihn.

Eines der größten Highlights für mich an diesem Abend war "Zipporahs Zuspruch". Einfach wunderschön! Bahar, die kleine Frau mit der großen Stimme, alleine auf der Bühne. Alle Augen waren auf sie gerichtet. Sie strahlte so eine Liebe und eine Ruhe aus. Wahnsinn, eine Gänsehautstimme! Der gesamte Chor hob die Knicklichter. Das sah aus wie ein glitzernder Sternenhimmel.

Gerne möchte ich noch eine Geigerin hervorheben. Diese spielte so ergreifend und voller Gefühl, mit geschlossenen Augen stand sie dort. Der 2500-Personen-Chor war auch etwas ganz Besonderes. Sehr ergreifend. Ein ganz besonderes Erlebnis.

Die Zugabe riss dann alle Leute von den Stühlen. Alle tanzten und klatschten - wie in einem Gospelfilm. Es gab ca. 10 Minuten lange stehende Ovationen, so dass die Solisten nochmals auf die Bühne kommen mussten. Bahar strahlte, wie ich sie noch nie habe strahlen sehen. Das muss ein wirklich tolles Gefühl sein.

Um euch ansatzweise zu vermitteln was ich erlebt habe, habe ich euch noch zwei Videos mitgebracht:

Best of "Die 10 Gebote" - Teil 1
Best of "Die 10 Gebote" - Teil 2

Das Einzige, was ich bemängeln muss: Nur 20 Minuten Pause ist bei zehntausend Menschen nicht besonders viel. Das war ein Gequetsche, sag ich euch - schön in Teil 2 zu sehen. Alle wollten essen und auf Toilette.

Eure Dragonfly